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Das Geheimnis ums Sommerloch – endlich gelüftet!

Überwältigende Entdeckung

Sommerloch und Sonnenblumen
Das ist nicht das Sommerloch

Wer hätte das gedacht? Das wiederkehrende Sommerloch – meistens im Juli/August/September – ist endlich dingfest gemacht worden. Gerade in der nachrichtenarmen Sommerzeit hat es in den Medien sein Unwesen getrieben, unwichtige Nachrichten auf die erste Seite gepusht, Krokodile in Badeseen auferstehen lassen, absurde Forderungen von Hinterbänkler-Politiker*innen (z.B. Sex-Verbot für HIV-Infizierte, Ehe auf Zeit, Beanstandung der Größe der Löcher im Schweizer Käse, Deo-Pflicht im Betrieb, Abschaffung der Ü-Eier) für zwei, drei Tage zum Aufreger werden lassen.

Die drei F

Nun verbringe ich dieses Jahr im Juli/August einen harmlosen Camper-Urlaub an der Nahe – mit den drei „F“: Fahrrad, Faltboot und Frau – und kam einem der größten Geheimnisse unserer Zeit, fast einer der bekannten Verschwörungstheorien gleich, auf die Spur: das Sommerloch gibt es wirklich! Es ist keine Erfindung der Medien, keine Wichtigtuerei von unbekannten C-Politiker*innen (ich meine nicht die christlichen, sondern vom Ranking her betrachtet).

Auf zum Sommerloch
Zum Sommerloch ist es nicht mehr weit

Das Sommerloch ist eine kleine Ortschaft in der Nähe von Bad Kreuznach, ist ca. 250 ha groß und hat 400 ständige Einwohner. Jetzt fragt sich der interessierte Laie: Und die produzieren die absurd-komischen Meldungen für die Saur-Gurken-Zeit in den Medien? Nein, das machen sie nicht, die Gemeinde Sommerloch liegt unweit vom Soonwald in Rheinland-Pfalz und auf 100 ha wird Wein angebaut, keine „Großen Gewächse“, aber immerhin ganz ordentliche Rieslinge oder Grauburgunder. Und ist man schon mit der postalischen Adresse im Sommerloch geschlagen, kommen im Sommer Journalisten zu Dutzenden, um neue Kuriositäten für ihre Meldungen zu entdecken – und ziehen frustriert ab, weil sie nichts berichten können.

Das Sommerloch gibt es tatsächlich
Also doch: Es gibt das Sommerloch
Der beweis: Das Sommerloch
Sommerloch im Hochsommer

Vergesst das Sommerloch

Ehrlich gesagt: Außer dem witzigen Ortsschild gibt es nichts, aber null, niente, nothing… Bemerkenswertes aus dieser Gemeinde. Natürlich könnten wir jetzt an der Legende stricken, dass sich die Bewohner reihum für die Nachrichten-Flaute im Sommer das ganze Jahr über irgendwelche schräge Dinge ausdenken müssen. Damit wird dann die Journalisten-Meute in den heißen Sommermonaten gefüttert. Und wer den Einfall für die beste Nachricht hatte, wird mit einem Preis belohnt, kriegt Extra-Punkte beim Hl. Sebastian-Schützenfest oder wird bei der Nominierung zur jährlichen Weinköniginnen-Wahl bevorzugt. Alles nicht wahr – alles Lüge – immer wieder diese Lügenkresse.

Sommerloch und Kruzifix
Beschauliche Gegend ums Sommerloch

 

 

 

Veröffentlicht in Allgemein

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